Faltenbehandlung mit Botulinum und Hyaluron

Seit Jahren beschäftigt sich die Dermatologie unter anderem mit ästhetischen Fragestellungen des reifenden Menschen. Zur Behandlung von störenden Falten stehen heutzutage verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung. Neben zahlreichen Salben und Cremen kommen operative Verfahren oder Laser zur Anwendung. Als eine sehr wirksame und gut verträgliche Behandlung von Falten hat sich die Verabreichung von Botulinum und Hyaluron etabliert.

Diese beiden Substanzen werden für unterschiedliche Arten von Falten angewendet und ergänzen einander in einer ganzheitlichen Behandlung. So wird Botulinum für die dynamischen Falten, d.h. insbesondere jene Falten, welche bei Bewegung in Erscheinung treten und Hyaluron vorwiegend für statische Falten, also Falten, welche auch in Ruhe vorhanden sind, eingesetzt.

Botulinum, auch bekannt als Botulinumtoxin, wird seit vielen Jahren in der Medizin zu Therapiezwecken angewendet. Insbesondere bei einigen neurologischen Krankheitsbilder (z.B. Lidkrampf, Schiefhals, Schielen) ist die Botulinum-Medikation unersetzlich.

Während in angloamerikanischen Ländern Botulinumtoxin bei der ‚Bekämpfung’ von Falten schon routinemässig angewendet wird, haben bei uns viele Menschen grosse Vorbehalte. Da im Namen Botulinumtoxin der Begriff ‚Toxin’ enthalten ist, besteht die Angst vor einer Vergiftung mit dem Wirkstoff. Des Weiteren beschäftigt viele die Sorge vor einem maskenhaften, starren Gesichtsausdruck oder die Befürchtung, man sehe dem Gesicht die Faltenbehandlung an. Für die ästhetische Dermatologie kommt Botulinum seit fast 20 Jahren zur Anwendung. Zur Faltenbehandlung wird eine deutlich geringere Botulinum-Dosis im Vergleich zu anderen Indikationen verabreicht. Eine Vergiftungsgefahr oder die Gefahr eines maskenhaften Gesichtsausdruckes besteht somit nicht. Vielmehr kann durch korrekte Anwendung von Botulinum ein harmonischer ästhetischer Gesichtsausdruck erreicht werden.

Offiziell zugelassen ist Botulinum in der Schweiz zur Behandlung von Glabella-Falten (Zornesfalten). Auch andere Falten im Gesichts- und Halsbereich lassen sich mit Botulinum behandeln – diese Regionen werden seit Jahren komplikationslos mit Botulinum behandelt, sind jedoch in der Schweiz offiziell nicht zugelassen (sogenannter off-label-use) und der behandelnde Arzt/Ärztin trägt die Verantwortung dafür alleine.

Wie wird Botulinum verabreicht?

Die eigentliche Behandlung dauert ca. 30 Minuten. Die zu behandelnden Areale werden gereinigt, desinfiziert und bei Bedarf gekühlt. Anschliessend wird die genau bestimmte Dosis des Wirkstoffes mit einer sehr feinen Injektionsnadel in den zu behandelnden Muskel gespritzt. Der minimale Schmerz beim Einspritzen der Substanz wird normalerweise sehr gut vertragen, so dass keine lokale Betäubung notwendig ist. Nach der Behandlung werden die Einstichstellen gekühlt, um kleineren Schwellungen und Blutergüssen vorzubeugen. Danach können Sie direkt wieder zu Ihren gewohnten Alltagsaktivitäten zurückkehren.

Wirkungsweise von Botulinum:

Im behandelten Muskel wird die Impulsübertragung gehemmt, so dass sich der Muskel nicht mehr anspannen kann und sich somit die Falten abflachen resp. langsam zurückbilden. In seltenen Fällen kommt es nach wiederholter Behandlung mit Botulinum zur Ausbildung von Antikörpern gegen den Wirkstoff. Dies führt zu einem Nachlassen der Wirkung.

Wirkungsdauer von Botulinum:

Rund 2-10 Tagen nach der Behandlung stellt sich die erste sichtbare Wirkung der Botulinum-Behandlung ein. Nach etwa 2 Wochen ist das Wirkmaximum erreicht. Dann ist eine erste Nachkontrolle gegebenenfalls sinnvoll. Normalerweise hält die Wirkung drei bis sechs Monate an. Durch wiederholte Behandlung - frühestens nach drei Monaten - wird ein anhaltendes Resultat angestrebt.

Ein zufriedenstellendes Behandlungsergebnis kann nicht garantiert werden. Insbesondere bei der ersten Anwendung ist die benötigte Dosis nicht mit absoluter Sicherheit festlegbar. Auch lässt sich nicht exakt vorhersagen, wie lange die Wirkung bei Ihnen anhält und wie ausgeprägt sie bei Ihnen ist. Gelegentlich muss nach der ersten Behandlung eine Nachbehandlung nach frühestens 14 Tagen erfolgen, weil die initiale Dosis individuell eine zu geringe Wirkung gezeigt hat. In seltenen Fällen kann trotz korrekter und sorgfältiger Vorgehensweise die gewünschte Wirkung ganz ausbleiben.

Nach der Behandlung:

In den ersten Stunden nach der Behandlung sollten Sie sich nicht hinlegen und den Kopf aufrecht halten, da das Medikament einige Zeit braucht, bis es von der Muskulatur vollständig aufgenommen worden ist. Vermeiden Sie übermässige UV-Exposition, Solariumbesuch (während der ersten Woche nach der Behandlung) und sportliche Aktivitäten (für die ersten 48 Stunden nach der Behandlung).

Hyaluronsäure

Hyaluron, auch Hyaluronsäure oder ‚Filler’ genannt, ist eine natürlich vorkommende Substanz in unserem Körper. Durch ihre Eigenschaft, Wasser im Gewebe zu binden, gibt sie der Haut verlorene Spannkraft und Vitalität zurück. Je nach Grad der Quervernetzung des Hyaluronproduktes verleiht es mehr oder weniger Festigkeit. Für Falten verschiedener Tiefen können demnach unterschiedliche Hyaluronprodukte zur Anwendung kommen.

Wie wird Hyaluron verabreicht?

Durch Injektion mit einer sehr feinen Nadel werden die zu korrigierenden Falten unterspritzt. Häufig wird ein Gel zur lokalen Anästhesie aufgetragen (Einwirkzeit ca. 15 Minuten). Das Resultat ist sofort nach der Behandlung sichtbar.

Nach der Behandlung:

Das Resultat ist sofort nach der Behandlung sichtbar. Direkt nach der Behandlung kommt es für die ersten 12-24 Stunden zu einer leichten Schwellung und Rötung der behandelten Region. Häufig ist das Hyaluron unmittelbar nach der Behandlung unter der Haut spürbar, dies lässt innerhalb der ersten Tage nach der Behandlung nach.

Wirkungsdauer von Hyaluron:

Die Wirkung hält individuell unterschiedlich lange an. Für ein dauerhaftes Resultat sind in der Regel 1-2 Behandlungen pro Jahr notwendig. Nach der Behandlung können Sie direkt wieder Ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen. Vermeiden Sie übermässige UV-Exposition, Solariumbesuch (während der ersten Woche nach der Behandlung) und sportliche Aktivitäten (für die ersten 48 Stunden nach der Behandlung).

Was sind die Nebenwirkungen von Botulinum bzw. Hyaluron?

Die Anwendung von Botulinum- und Hyaluron- Präparaten ist im Allgemeinen komplikationsarm und gut verträglich. Dennoch kann es auch bei korrekter Anwendung selten zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

Speziell bei Botulinum:

Gibt es Kontraindikationen?

Bei der Einnahme bestimmter Medikamente (insbesondere blutverdünnende Medikamente) sowie bei bestimmten Vorerkrankungen (Nerven- oder Muskelerkrankungen, Blutgerinnungsstörungen, Allergien) darf eine Behandlung mit Botulinum und/oder Hyaluron nicht durchgeführt werden. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit ist die Verabreichung von Botulinum und/oder Hyaluron kontraindiziert.

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