Medizinisches Peeling

Von ersten Peelingbehandlungen, die dem heutigen oberflächlichen Peeling entsprechen, wird bereits bei den alten Ägyptern berichtet. In Europa fanden die Peelingverfahren erst seit den 1960er Jahren Verbreitung.

Was ist ein Peeling?

Unter einem Peeling oder einer „Schälkur“ verstehen wir eine Behandlung, bei der die oberflächlichen Schichten der Haut durch Auftragen einer Substanz kontrolliert flächig abgelöst werden. 

Wir unterscheiden zwischen oberflächlichen, mitteltiefen und tiefen Peelings:

Das medizinische Peeling kann nicht mit den Peelingverfahren, die in den Kosmetikstudios durchgeführt oder mit den frei im Handel erhältlichen kosmetischen Produkten verglichen werden, da die Säuren und deren Konzentrationen sehr viel höher sind und während der Behandlung neutralisiert werden müssen. 

Je nach Eigenschaft der verwendeten Säure wird der Schäleffekt von einer antientzündlichen, antimikrobiellen oder aber auch Anti-Aging-Wirkung (durch Steigerung der Kollagensynthese) begleitet. Dabei stehen uns je nach Indikation verschiedene Substanzen zur Verfügung:

Die am häufigsten verwendeten Peelingsubstanzen sind die Fruchtsäure und die Salicylsäure.

Anwendungsbereich

Peelings werden erfolgreich eingesetzt bei:

Peelings werden als Kur von 4-8 Mal in 3-4 wöchentlichen Abständen durchgeführt und können langfristig alle 4-8 Wochen wiederholt werden, um das verbesserte Hautbild zu erhalten.

Wichtig ist, in einem persönlichen Gespräch den Behandlungswunsch mit den individuellen Erwartungen zu klären.

So stellt z.B. ein Peeling bei gewissen Akneformen eine wirkungsvolle und wenig belastende Alternative zur medikamentösen Therapie dar. Desweiteren kann bei oberflächlichen (Akne-)Narben durch ein Peeling einem verbessertes Hautbild erreicht werden. Neben Pigmentierungsstörungen können auch oberflächliche Falten ausgeglichen und mitteltiefe Falten gemindert werden. Selbst bei lichtgeschädigter Haut kann es eingesetzt werden. 

Peelingwirkung

Beim chemischen Peeling führen die oberflächlich aufgetragenen Substanzen zur Auflösung der Zellverbindungen der Oberhaut, was in einer klinisch sichtbaren Abschuppung resultiert. Dies wiederum beschleunigt den Regenerationsprozess in der Oberhaut. In der Lederhaut wird vermehrt Wasser gebunden und die Neubildung von kollagenen und elastischen Fasern (Bindegewebe) angeregt, was zu einem frischeren und jugendlicheren Aussehen führt.

Da es sich bei den Aknekomedonen um umschriebene oberflächliche Verhornungen der Haarfollikel handelt, ist verständlich, dass gerade eine Akne gut auf eine Peelingbehandlung anspricht. Weiters kann ein guter Effekt bei oberflächlichen Hautveränderungen wie Alters- oder Sonnenflecken, Hautunreinheiten und kleinen Fältchen erreicht werden.

Je stärker die Konzentration und die Einwirkungszeit des Peelings ist, desto grösser ist der Effekt – desto stärker sind aber auch die Begleiterscheinungen. Zur Minimierung derselben muss die Gesichtshaut vor Beginn eines Peelings mit speziellen Produkten vorbereitet werden.

Peeling-Vorbereitung

Voraussetzung für eine möglichst gleichmässige und optimale Wirkung des Peelings ist eine gute Vorbereitung der Haut. Sie erhalten von uns die auf das entsprechende Peeling abgestimmten Produkte. Die Vorbereitungsbehandlung sollte über mind. 2 Wochen vor dem Peeling durchgeführt werden. 

Bei unreiner Haut kann sich das Hautbild unter einer Fruchtsäure - Anwendung zunächst scheinbar verschlechtern. Dies ist kein beunruhigendes Zeichen, sondern wird sich im Laufe der folgenden 2-3 Woche anhaltend verbessern. 

In der Vorbereitungszeit sollten Sauna- oder Solariums-Besuche vermieden werden. Am Tag des Peelings ist es von Vorteil, wenn Sie kein Make Up auftragen, auch auf Rasur sollte verzichtet werden. Medikamenteneinnahmen, insb. allf. Isotretinointherapien, Neigung zu übermässiger oder unschöner Narbenbildung, Allergien und innere Krankheiten sollten uns mitgeteilt werden. Leiden Sie unter akutem Herpes (Fieberbläschen) oder anderen Entzündungen im Gesicht, sollte das Peeling nicht durchgeführt werden.

Durchführung des Peelings

Zu Beginn wird die Gesichtshaut gereinigt und entfettet. Anschliessend wird die Säure aufgetragen. Während der Einwirkzeit des Säureserums kann es zu leichteren bis stärkeren Brennsensationen kommen oder sich ein Hitzegefühl entwickeln, welches nach der Neutralisierung wieder nachlässt. Dabei wird bei jeder Sitzung die Konzentration entsprechend Ihrer individuellen Verträglichkeit gesteigert. Nach dem Peeling tragen wir eine kühlende Maske auf, was zu einer sehr effektiven Beruhigung der Gesichtshaut führt, wodurch Sie meist ungehindert Ihren Alltagsaktivitäten wieder nachgehen können. Im Anschluss an die Behandlung kommt es im Verlauf zu einer verstärkten Trockenheit der Gesichtshaut, welche sich dann am 2.-3. Tag zu einer leichten Abschuppung steigern kann. 

Bei oberflächlichen Peelings benötigt es in der Regel 4-8 Sitzungen (bei mitteltiefen Peelings 2-4 Sitzungen), um den gewünschten Effekt zu erzielen. Die Sitzungen werden alle 3-4 Wochen durchgeführt. Peelingbehandlungen werden bevorzugt während der sonnenarmen Jahreszeiten durchgeführt, können aber auch über die Sommermonate bei Durchführung eines konsequenten Sonnenschutzes weitergeführt werden. 

 Peeling-Nachbehandlung

Zur Nachbehandlung erhalten Sie von uns nach dem Peeling die geeigneten Produkte, um das Trockenheitsgefühl und die Abschuppung abzumildern.

Auf Sport, Sauna oder Sonne sind in den ersten 24 Stunden nach dem Peeling und Sonnenbäder bis 4 Wochen nach Abschluss der Peeling-Kur zu verzichten. Wichtig ist der konsequente Sonnenschutz vor UVB und UVA Strahlen mit einem Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50. Es ist zu empfehlen, diesen täglich vor dem Verlassen des Hauses auf die behandelten Areale aufzutragen. 

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch.